Die Fahrradtyp: Mountainbike - Durch Berg, Wald und Wiesen

  • Post by  Livall Smart Riding Gepostet am Feb 27, 2017

 

Durch Berg, Wald und Wiesen

Über ausgebaute Straßen, Feldwege oder Schotterpisten zu fahren, ist manchem Radfahrer nicht spannend genug. Er braucht einen größeren Nervenkitzel und will sich nicht von vorgefertigten Routen aufhalten lassen, sondern direkt querfeldein rasen - am besten über steile Bergpässe oder durch matschige Waldflächen. Dafür konstruierten ausgefeilte Tüftler in Amerika das Mountainbike, das seit den achtziger Jahren auch in Europa immer größere Beliebtheit erlangte.

 

Die Fahreigenschaften werden durch die spezielle Technik möglich. Die stolligen Ballonreifen mit einem Felgenmaß von 26 Zoll sorgen in schwierigem Gelände aufgrund ihrer enormen Breite von 40-60 mm für die nötige Bodenhaftung. Durch die Kettenschaltung mit 18 bis 27 Gängen, die über drei Kettenblätter mit sechs bis neun Ritzeln verfügt, kann der Fahrer auch schwierige Anstiege bewältigen, da er immer die passende Übersetzung wählen kann.

 

 

Für die nötige Belastbarkeit sorgt ein stabiler Rahmen, der häufig aus Aluminium und Carbon gebaut wird und im Vergleich zu anderen Radtypen fünf bis zehn cm niedriger ist. Aufgrund der gefährlichen Bergpisten, die mit den Mountainbikes befahren werden, ist die Bremskraft von entscheidender Bedeutung. Häufig werden dafür die wirkungsvollen V-Brakes benutzt, bei denen Cantilever-Sockel als Drehgelenk dienen. Auch hydraulische Scheibenbremsen werden vermehrt für diesen Radtyp eingesetzt.

 

Damit das Mountainbike auch in brenzligen Situationen sicher gefahren werden kann, verfügt es über einen speziellen Lenker, der sehr gerade und breit ausfällt. Für die Berg- und Geländetauglichkeit sorgen auch die angebrachten Federungssysteme. Die Federung der Vordergabel gehört zum Standard, mittlerweile verfügen viele Modelle auch über eine Hintergabelfederung.

 

 

Bei diesen sprechen Fachleute von einem Fully (Full Suspension), die andere Version wird als Hardtail bezeichnet. Vollgefederte Mountainbikes müssen aber häufiger gewartet werden. Innerhalb der Mountainbikefamilie gibt es die unterschiedlichsten Modelle, die sich für bestimmte

Fahrstile eignen. Die wichtigsten sind das Cross-Country-Mountainbike, das Tourenbike und das Downhill-Mountainbike. Daneben gibt es noch das Enduro-Mountainbike, das Four-Cross- und das Freeride- Mountainbike.

 

Für den Renneinsatz in weniger bergigem Gelände ist das Cross-Country-Bike am besten geeignet. Es hat ein relativ geringes Gewicht, verfügt häufig nur über eine Frontgabelfederung und ermöglicht dem Fahrer einen dyamischen Antrieb auf unbefestigten Wegen.

 

Das Touren-Mountainbike ist auf längere Strecken in bergigem Gelände ausgelegt. Das Gewicht des Rades spielt hier weniger eine Rolle, das Hauptaugenmerk liegt auf Sicherheit und Komfort. Der Fahrer sitzt aufrechter und das Rad hat eine bessere Haftung.

 

Besonders schnell ist das Downhill- Mountainbike, das auch in schwerem Gelände einfach zu fahren ist. Aufgrund der hohen Belastung verfügt es über einen stabilen Rahmen und ist deshalb schwerer als andere Modelle. Da auch die Bremskraft enorm hoch sein muss, verfügen diese Vehikel über Scheibenbremsen mit einem großen Durchmesser. Aufgrund der Ausstattung ist dieses Mountainbike, wie der Name Downhill (bergab) es schon vermuten lässt, eigentlich nur für steile Abfahrten gedacht.

 

 

Obwohl das Mountainbike eigentlich als Sportgerät entwickelt wurde, erfreut es sich vor allem bei Jugendlichen großer Beliebtheit. Ausschlaggebend dafür sind sicherlich das sportliche Design und die Robustheit. So ist das Angebot vor allem auch an preiswerten Rädern groß. Doch gerade bei Mountainbikes für den Privatgebrauch gilt es, auf gute Materialien, eine solide Verarbeitung und vor allem auf eine straßenverkehrssichere Ausstattung zu achten.