Die Fahrrad Typ: Kinderrad

  • Post by  Livall Smart Riding Gepostet am Feb 27, 2017

Fahrspaß von Anfang an

Fahrradfahren ist für Kinder viel mehr als nur etwas, das ungemein viel Spaß macht: Es ist eine Herausforderung, an der sie wachsen und lernen. Zugleich trägt das Fahrradfahren vielfältig zur motorischen und geistigen Entwicklung bei: Das Koordinationsvermögen wird geschult, der Gleich-gewichtssinn ausgeprägt, die Aufmerksamkeit geschärft. Und natürlich trägt Fahrradfahren - wie bei den Erwachsenen auch - zu einem gesunden Leben und allgemeiner Fitness bei.

 

Allerdings: Um diese positiven Effekte zu erreichen, müssen die Kinder auf einem für sie optimalen Rad fahren. Es kommt entscheidend darauf an, dass sie sich altersgerecht und sicher mit dem Zweirad bewegen können. Ihr Körperwachstum ist noch nicht abgeschlossen: Haltungsschäden, die z. B. durch falsch gewählte Rahmengrößen oder nicht richtig eingestellte Sättel und Lenker entstehen können, wirken sich dadurch viel dramatischer aus als bei Erwachsenen.

Sicherheit geht vor

Bei allen Aktivitäten mit dem Rad sollte gerade bei Kindern das Thema Sicherheit ganz oben stehen. Das betrifft sowohl das Verhalten im Straßenverkehr als auch das Fahrrad an sich. Folgende drei Grundregeln sollten so unbedingt immer beachtet werden:

 

► Das Kinderrad sollte sich im Top-Zustand befinden. Nur wenn alles richtig funktioniert und beispielsweise Schutz-polsterungen intakt sind oder die Bremsen perfekt greifen, ist optimale Sicherheit gewährt.

► Kleinere Kinder sollten nie ohne Begleitung Erwachsener am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Als Faustregel gilt: Kinder sind frühestens ab acht Jahren entwicklungspsychologisch so weit, komplexe Situationen wie den Straßenverkehr richtig erfassen und einschätzen zu können. Vor allem die Geschwindigkeit von Fahrzeugen können sie noch nicht richtig abschätzen.

► Kinder sollten nie ohne Helm fahren. Und dieser sollte genau passen, denn sonst verpufft im Fall der Fälle der vermeintliche Schutz im Nichts.

Das erste Rad

Für Kleinkinder stellt das Fahrradfahren eine besondere Herausforderung dar, was man allein schon daran erkennt, wie stolz sie sind, wenn sie die ersten Meter ohne fremde Hilfe gefahren sind. Der Sinn von Stützrädern ist dabei umstritten: Ernstzunehmende Experten verweisen darauf, dass die Gewöhnung an die Stützräder bei der weiteren Entwicklung radfahrerischer Fähigkeiten eher hinderlich sei.

 

Die Qualität der Bikes

Sicher und robust - das sind die beiden Kernanforderungen an ein Kinderrad. Diese stehen und fallen mit der Qualität des Rads. Denn beim Nachwuchs, vor allem bei den Jugendlichen, sind die Bikes erheblichen Beanspruchungen ausgesetzt. Und nicht zu vergessen ist dabei, dass auch ein Kinderrad aus mehreren hundert Einzelteilen besteht.

 

Grundsätzlich gilt: Billige Kinderräder haben nur selten die Qualität, die für Fahrspaß, Sicherheit und Langlebigkeit unabdingbar ist. Bei der Wahl des richtigen Rads kommt es vor allem auf folgende Kriterien an:

► Das Rad sollte über einen stabilen, hochwertigen Rahmen verfügen, der am besten aus Stahl konstruiert ist.

► Das Gewicht des Fahrrads sollte möglichst gering ausfallen, da das Kind dann eine bessere Kontrolle hat.

► Die Bremsen sollten leicht zu bedienen sein und schnell reagieren. Vor allem für jüngere Kinder muss das Rad über eine Rücktrittbremse verfügen. Sie können die am Lenker montierten Felgenbremsen noch nicht kraftvoll genug greifen, um schnellstmöglich zum Stillstand zu kommen.

► Die Laufräder sollten eine sichere Fahrweise ermöglichen, also ein gutes Profil und die richtige Breite haben.

► Bei Fahrrädern für Jungen sollte die Mittelstange nicht zu hoch liegen, damit sich das Auf- und Absteigen einfach gestaltet.

 

Der Handel unterteilt die Räder nach dem Raddurchmesser: 12 bis 20 Zoll sind für kleine Kinder gedacht, darüber hinaus gibt es auch Versionen mit 20 bis 26 Zoll für Jugendliche. Als entscheidende Kriterien gelten die Körpergröße und die Beinlänge. Für das Kind ist es überaus anstrengend, wenn es mit seinen Füßen nicht richtig in die Pedale treten kann, oder gekrümmt sitzen muss, weil der Abstand zwischen Lenker und Sattel zu groß ist.

 

Sehr kleine Räder haben noch keine Gangschaltung, bei etwas größeren Modellen reicht eine Siebengangnabe aus. Dabei sollte der Hebel bedienbar sein, ohne die Hand vom Lenker nehmen zu müssen.

 

Ein Mountainbike ist für Kinder bis 14 Jahren nur ein-geschränkt empfehlenswert. Die Cantilever-Bremsen und die Schaltanlage benötigen Kraft und Erfahrung. Wichtig ist dann allerdings, dass das Bike auch straßenverkehrstauglich ausgestattet ist.

 

Eltern sollten den Zustand des Kinderrades regelmäßig überprüfen. Dabei gilt es, nicht nur auf Beschädigungen zu achten. Es sollte immer wieder auch geprüft werden, ob Sattel und Lenker noch richtig eingestellt sind.